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Zielgenaue Werbung im Netz mittels Usererkennung
Posted by admin
Eine 10 Jahre alte Sicherheitslücke macht es einem Webbrowser, also einem Webseitenbetreiber möchlich, die History des User-Browsers auszuwerten, sowie anhand dieser Daten ein Userprofil zu bestimmen und viel zielgerichteter zu Werben..
Die Webseite auf der Ihr Euch befindet ist also in der Lage, Euch anhand Eurer Surf-History zu entanonymisieren (geiles Wort:)). Doch wofür ist das gut? Natürlich um Euch zielgerichteter mit Werbung zu bombardieren.
Wenn Ihr z.B. in letzter Zeit öfter mal auf Singlebörsenseiten wie z.B. Liebe.de, oder Neu.de unterwegs wart, dann merkt das die Webseite auf der Ihr Euch befindet (anhand der Browserhistory, welche diese Webseite ausließt) und blendet Euch statt Autowerbung einfach Partnersuche-Werbung ein. Die Webseite kann Euch also besser einschätzen und kann viel zielgerichteter Werben! Für den Webmaster der Seite bedeutet das natürlich mehr Klicks auf seine Werbebanner (oder andere Werbeformen) und somit höhere Werbeeinnahmen. Auf gut frequentieren Webseiten könnten sich die Werbeeinnahmen sogar um ein vielfaches steigern.
Und wers nicht glaubt: http://whattheinternetknowsaboutyou.com/
Und wer denkt, dass das schon alles ist..
Eine weitere Technik erlaubt das auslesen von Social Networks. In diesen Social-Networks (z.B. Xing), kann man diversen Gruppen beitreten. Auch diese Gruppenzugehörigkeit lässt sich ein einzigartiges Profil des Besuchers der Webseite erstellen, da es kaum vorkommt, dass die gleichen Xing Besucher bei genau den gleichen Xing Netzwerken angemeldet sind. Diese Benutzerdaten vergleicht die Webseite nun mit der gesammten Xing Datenbank (welche er vorher mittels eines Crawlers ausgelesen hat) und erhält somit eine ganz eindeutige Indentifikation des Besuchers. Mit einer eindeutigen Identifikation sind nicht nur diverse Vorlieben gemeint, sondern auch der NAME des Besuchers der Webseite.
Wer im Internet mit Seo, bzw. mit Webseiten sein Geld verdient bekommt jetzt sicher feuchte Hände :). Man kann den Besucher nicht nur mit seinem Namen ansprechen, sondern man kennt auch seine Vorlieben. Beschäftigt sich dieser z.B. mit Finanzen, kann man ihm ganz zielgerichtet Werbung von Aktienfonds o.ä. vorsetzen. Auch wenn sich dieser Besucher auf Eurer Webseite mit dem Thema Hasenzucht befindet.
Oder noch ein Beispiel:
Fake-Chatfenster: Hallo Bertram, lange nichts von dir gehört! Ich bin jetzt bei Liebe.de angemeldet. Melde dich doch mal an (Affiliatelink), dann können wir ein bisschen plaudern… Gruß Sabine.
Das Auslesen dieser Daten dauert zwar einige Zeit und ist kompliziert, aber es ist theoretisch möglich. Anhand vom Xing Beispiel könnt Ihr das hier ausprobieren: http://128.111.48.22/experiment/
Fazit
Die oben beschriebenen Beispiele zum ausnutzen dieser Daten sind natürlich noch harmlos. Wer sich mehr für das Thema und die potentiellen Angriffsmöglichkeite anhand der auszulesenden Daten interessiert, der lese mal diesen Spiegel Artikel (welcher auch als Quelle für diesen Artikel diente).
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